Tierschutzpartei
Dortmund
Golfstrom-Kollaps muss Weckruf sein!
Dortmund braucht Klima-Taskforce und starken Umweltschutz
10.06.2026
Die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei – warnt angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zum möglichen Zusammenbruch der Atlantischen Meridionalen Umwälzströmung (AMOC), zu der auch der Golfstrom gehört, vor den dramatischen Folgen der Klimakrise. Aktuelle Analysen zeigen, dass die AMOC bis zum Jahr 2100 mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich geschwächt werden könnte. Ein Kollaps dieses zentralen Klimasystems hätte gravierende Auswirkungen auf Europa und die gesamte Welt.
Auch Dortmund wäre von den Folgen betroffen. Extreme Wetterereignisse, längere Dürreperioden, Belastungen für die Landwirtschaft, steigende Lebensmittelpreise, Risiken für die Energieversorgung sowie zunehmende Gesundheitsgefahren durch Hitzewellen würden die Menschen in unserer Stadt unmittelbar treffen. Die Klimakrise macht nicht an Stadt- oder Landesgrenzen halt.
Besonders bemerkenswert ist, dass Island Ende 2025 den möglichen Zusammenbruch der Atlantischen Meridionalen Umwälzströmung als Angelegenheit der nationalen Sicherheit und als existenzielle Bedrohung eingestuft hat. Die isländische Regierung untersucht bereits die möglichen Auswirkungen auf Energieversorgung, Landwirtschaft, Infrastruktur und Handel und entwickelt Strategien für denkbare Worst-Case-Szenarien. Während andere Regierungen noch diskutieren, bereitet sich Island bereits auf mögliche Folgen vor.
„Wer glaubt, dass ein möglicher Kollaps des Golfstromsystems nur ein Problem für Küstenregionen oder andere Länder ist, irrt gewaltig. Die wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Folgen würden auch Dortmund erreichen. Deshalb müssen wir uns nicht nur auf Bundesebene, sondern auch kommunal auf die Herausforderungen der Klimakatastrophe vorbereiten“, erklärt Helmut Pruß.
Die Partei unterstützt die Forderung, den möglichen Zusammenbruch der AMOC als existenzielle Bedrohung einzustufen und politische Entscheidungen auf allen Ebenen konsequent an den wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten. Gleichzeitig dürfe die kommunale Ebene ihre Verantwortung nicht auf Bund und Land abschieben.
Die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei hat in Dortmund wiederholt Anfragen und Initiativen zu den Themen Klimaschutz, Artensterben, Biodiversität, Flächenversiegelung, Stadtgrün, Luftqualität, Verkehrswende und nachhaltige Stadtentwicklung eingebracht. Immer wieder wurde dabei deutlich, dass Umwelt- und Klimaschutz zwar grundsätzlich als wichtig anerkannt werden, bei konkreten Entscheidungen jedoch häufig hinter kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen zurückstehen.
„Es kann nicht sein, dass kurzfristige betriebswirtschaftliche Vorteile wichtiger sind als die langfristige Sicherung unserer Lebensgrundlagen. Jeder Euro, den wir heute in Klimaschutz, Artenschutz und Klimaanpassung investieren, spart morgen ein Vielfaches an Kosten für Gesundheit, Infrastruktur, Katastrophenschutz und soziale Folgeschäden. Klimaschutz ist keine Belastung für die Wirtschaft – er ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, so Helmut Pruß weiter.
Die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei fordert deshalb einen grundlegenden Perspektivwechsel in der Dortmunder Kommunalpolitik. Klimaschutz, Artenvielfalt und Umweltgerechtigkeit müssten endlich zur Leitlinie sämtlicher politischen Entscheidungen werden. Besonders wichtig sei dabei eine stärkere Rolle des Umweltamtes.
„Das Umweltamt darf nicht länger nur eine Fachstelle unter vielen sein. Wenn wir die Herausforderungen der Klimakatastrophe ernst nehmen, muss das Umweltamt den Hut aufhaben. Klima- und Naturschutz müssen bei allen wichtigen Entscheidungen der Stadt frühzeitig und verbindlich berücksichtigt werden.“
Die Partei fordert daher:
- eine deutliche Stärkung des Umweltamtes und seiner fachlichen Steuerungsfunktion,
- die Einrichtung einer Dezernats übergreifenden Klima- und Biodiversitäts-Taskforce unter Federführung des Umweltamtes,
- die systematische Prüfung aller wichtigen Rats- und Verwaltungsvorlagen auf ihre Auswirkungen für Klima, Artenvielfalt und Gesundheit,
- einen konsequenten Ausbau von Stadtgrün, Entsiegelung, Baumschutz und natürlichem Hitzeschutz,
- eine beschleunigte Verkehrswende mit Vorrang für Fußverkehr, Radverkehr und öffentlichen Nahverkehr,
- die stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken bei Infrastruktur-, Bau- und Investitionsentscheidungen.
„Island entwickelt bereits ressortübergreifende Strategien für mögliche Folgen eines Golfstrom-Kollapses. Auch Dortmund braucht endlich eine Dezernats übergreifende Klima- und Biodiversitäts-Taskforce. Wer die Klimakatastrophe ernst nimmt, muss sie zur Querschnittsaufgabe der gesamten Verwaltung machen. Es reicht nicht, die Verantwortung einzelnen Fachbereichen zu überlassen“, betont Helmut Pruß.
Die Klimakatastrophe ist kein Thema eines einzelnen Dezernats. Sie betrifft Stadtplanung, Verkehr, Gesundheit, Wirtschaft, Bildung, Soziales, Natur- und Tierschutz gleichermaßen. Deshalb braucht Dortmund eine dezernatsübergreifende Taskforce, die Maßnahmen bündelt, Prioritäten setzt und die Verwaltung auf die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte vorbereitet.
Nach Auffassung der Tierschutzpartei wird die Stadt Dortmund wirtschaftlich, ökologisch und sozial deutlich besser aufgestellt sein, wenn sie heute konsequent handelt, statt später auf Krisen reagieren zu müssen.
„Die Frage lautet längst nicht mehr, ob wir uns wirksamen Klima- und Umweltschutz leisten können. Die eigentliche Frage lautet, ob wir es uns leisten können, weiterhin zu wenig zu tun. Die Kosten des Nichthandelns werden um ein Vielfaches höher sein als die Kosten entschlossenen Handelns“, erklärt Angelika Remiszewski.
Angelika Remiszewski betont zudem, dass konsequenter Klima-, Umwelt- und Tierschutz die Lebensqualität in Dortmund verbessert, die Gesundheit der Menschen schützt, Lebensräume für Tiere erhält und die Stadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen der Klimakrise macht.
Die Wissenschaft warnt seit Jahrzehnten. Jetzt warnt sie vor dem Erreichen irreversibler Kipppunkte. Wir dürfen nicht warten, bis die Schäden unübersehbar werden. Dortmund muss jetzt handeln – für die Menschen von heute, für kommende Generationen und für die Tiere, deren Lebensräume bereits heute massiv unter Druck stehen.
Die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei – fordert den Oberbürgermeister auf, das Thema Klimaanpassung und Klimaschutz zur Chefsache zu machen und zeitnah einen Vorschlag für eine Dezernats übergreifende Klima-Taskforce vorzulegen.
Pressekontakt:
kontakt @ mitherzfuerdo.de
