Tierschutzpartei
Dortmund

Keine Atomtransporte im Raum Dortmund
Gesundheit und Umwelt schützen

05.03.2026

Die Fraktion Die Linke und Tierschutzpartei im Rat der Stadt Dortmund hat einen Antrag eingebracht, der sich klar gegen Atomtransporte im Umfeld der Stadt richtet. Ziel ist es, die Bevölkerung sowie Umwelt und zukünftige Generationen vor den Risiken radioaktiver Stoffe zu schützen.

Der Antrag fordert, Transporte von Uranhexafluorid zur und von der Urananreicherungsanlage in Gronau im Umfeld von Dortmund konsequent abzulehnen. Gleichzeitig soll die Stadtverwaltung aufgefordert werden, gegenüber dem Betreiber Urenco und den zuständigen Bundesbehörden darauf zu drängen, solche Transporte dauerhaft aus dem Umfeld der Stadt auszuschließen.

Darüber hinaus wendet sich die Fraktion entschieden gegen die geplanten Castortransporte mit hochradioaktivem Atommüll vom Forschungszentrum Jülich sowie vom Forschungsreaktor Garching in das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus. Auch mögliche Streckenführungen über Dortmund oder im näheren Umfeld der Stadt, insbesondere über die Autobahnen A1, A2 und A45, werden abgelehnt.

Aus Sicht der Fraktion stellt jeder Transport radioaktiver Stoffe ein zusätzliches und vermeidbares Risiko dar. Dies gilt besonders für dicht besiedelte Regionen wie das Ruhrgebiet. Uranhexafluorid ist ein hochgefährlicher Stoff, der bei Unfällen schwere gesundheitliche Schäden verursachen kann. Bei Kontakt mit Luftfeuchtigkeit entstehen giftige und stark ätzende Substanzen, die für Menschen lebensbedrohlich sein können.

Hinzu kommen sicherheitspolitische Risiken. Sabotage, Terrorgefahren oder Angriffe mit Drohnen zeigen, dass Atomtransporte selbst bei hohen Sicherheitsvorkehrungen nicht vollständig geschützt werden können.

Auch die geplanten Castortransporte nach Ahaus stoßen auf deutliche Kritik. Der Transport von 152 Castorbehältern wäre die größte Serie dieser Art in der Geschichte der Bundesrepublik und würde sich über einen langen Zeitraum erstrecken. Wegen möglicher Ausweichrouten und der angespannten Verkehrsinfrastruktur kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Dortmund von diesen Transporten betroffen wäre.

Die Fraktion spricht sich stattdessen für sichere Zwischenlagerlösungen an den bisherigen Standorten aus. Radioaktiver Abfall soll nicht quer durch das Land transportiert werden, sondern möglichst dort gelagert werden, wo er entstanden ist. Gleichzeitig fordert die Fraktion einen vollständigen Atomausstieg. Dazu gehört aus ihrer Sicht auch die Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau, der Brennelementefabrik in Lingen sowie des Forschungsreaktors in Garching.

„Der Schutz von Leben, Gesundheit und Umwelt muss Vorrang vor den Interessen der Atomindustrie haben. Dortmund darf kein Teil von Atomtransporten werden“, erklärt Helmut Pruß für die Fraktion Die Linke und Tierschutzpartei.

Pressekontakt:

Sebastian Everding
sebastian-everding @ tierschutzpartei.de

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