Tierschutzpartei
Dortmund

Stellungnahme der Tierschutzpartei NRW
zu Tierversuchen an der Ruhr-Universität Bochum

22.03.2026

Die aktuellen Berichte über Tierversuche an der Ruhr-Universität Bochum erschüttern uns zutiefst. Hunderte Tiere – in diesem Fall insbesondere Tauben – leiden und sterben für Experimente, deren ethische Rechtfertigung aus unserer Sicht nicht länger tragbar ist.

Es ist nicht hinnehmbar, dass fühlende Lebewesen für wissenschaftliche Zwecke instrumentalisiert, manipuliert und getötet werden. Die beschriebenen Methoden, darunter das gezielte Vorenthalten von Nahrung oder invasive Eingriffe in das Gehirn, stehen in eklatantem Widerspruch zu einem modernen ethischen Verständnis von Mitgefühl, Verantwortung und Tierschutz.

Wir erkennen an, dass Wissenschaft und Forschung eine wichtige Rolle für gesellschaftlichen Fortschritt spielen. Doch Fortschritt darf nicht auf Leid und Ausbeutung aufgebaut sein. Im 21. Jahrhundert stehen längst innovative, tierfreie Forschungsmethoden zur Verfügung – von Zellkulturen über Computersimulationen bis hin zu sogenannten Organchips. Diese gilt es konsequent zu fördern und einzusetzen, anstatt an überholten und grausamen Praktiken festzuhalten.

Die Tierschutzpartei NRW fordert daher:

  • Die sofortige Beendigung aller Tierversuche an der Ruhr-Universität Bochum
  • Ein unabhängiges Prüfverfahren aller genehmigten Tierversuche in Nordrhein-Westfalen
  • Die konsequente Förderung und verpflichtende Priorisierung tierversuchsfreier Methoden
  • Mehr Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit über Art, Umfang und Ziel solcher Experimente

Darüber hinaus fordern wir ein grundsätzliches Umdenken: Tiere sind keine Forschungsobjekte. Sie sind fühlende Individuen mit einem eigenen Wert und einem Recht auf Leben und Unversehrtheit.

Nordrhein-Westfalen muss hier eine Vorreiterrolle einnehmen und den Ausstieg aus Tierversuchen aktiv gestalten. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen – für die Tiere, für eine ethische Wissenschaft und für eine Gesellschaft, die Mitgefühl nicht nur predigt, sondern lebt.

Für eine Zukunft ohne Tierversuche. Jetzt!

Pressekontakt:

Sebastian Everding
sebastian-everding @ tierschutzpartei.de

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